Krankheitslexikon
127 Krankheiten, Parasiten & saisonale Gefahren — kostenlos nachschlagen
Addison (Hypoadrenokortizismus)
Unterfunktion der Nebennieren mit Mangel an lebenswichtigen Hormonen. Symptome oft unspezifisch („der große Imitator“); akute Krise lebensbedrohlich.
Alopecia X
Symmetrischer, nicht juckender Haarausfall vor allem bei Spitz-/Pomeranian-artigen Rassen. Kosmetisches Problem ohne Krankheitsgefühl.
Amyloidose
Ablagerung von Amyloid-Eiweiß in Organen (v. a. Niere), das deren Funktion zerstört. Bei manchen Rassen erblich, teils mit wiederkehrendem Fieber (Shar-Pei).
Aortenruptur
Riss der Hauptschlagader — ein akut lebensbedrohlicher Notfall, meist bei älteren Hengsten unter Belastung.
Arthrose (Osteoarthrose)
Fortschreitender, schmerzhafter Gelenkverschleiß mit Abbau des Knorpels. Häufige Folge von HD/ED, Verletzungen oder Alter.
Atopische Dermatitis (Umweltallergie)
Chronische, juckende Hauterkrankung durch eine überschießende Reaktion auf Umweltallergene (Pollen, Hausstaubmilben). Oft saisonal (Pollenflug) und lebenslang zu managen.
Autoimmunerkrankungen
Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift (Haut, Blut, Gelenke, Augen — z. B. VKH-Syndrom mit Depigmentierung und Augenentzündung).
Babesiose („Hundemalaria“)
Durch Zecken übertragene Blutparasitenerkrankung, die rote Blutkörperchen zerstört. In Teilen Europas zunehmend.
Bandscheibenvorfall (IVDD)
Vorfall von Bandscheibenmaterial in den Wirbelkanal mit Druck auf das Rückenmark. Besonders bei Dackel und anderen chondrodystrophen Rassen.
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
Entzündung der Bauchspeicheldrüse, oft nach fettreichem Fressen. Kann von mild bis lebensbedrohlich verlaufen.
Blasenkrebs (TCC)
Bösartiger Tumor der Harnblasenschleimhaut (häufigster Blasentumor), rassetypisch gehäuft u. a. beim Scottish Terrier. Ahmt oft eine Blasenentzündung nach.
Brachyzephales Atemsyndrom (BOAS)
Atemnot durch die kurze Kopfform brachyzephaler Rassen (enge Nasenlöcher, langes Gaumensegel). Führt zu Atemgeräuschen, Hitze- und Belastungsintoleranz.
Chondrodysplasie
Erbliche Störung der Knorpel-/Knochenentwicklung mit verkürzten, oft gebogenen Gliedmaßen. Bei manchen Rassen Standard, bei anderen krankhaft.
Chronische Nierenerkrankung (CNI)
Fortschreitender Verlust der Nierenfunktion, sehr häufig bei älteren Katzen. Früh erkannt gut zu managen.
Collie Eye Anomaly (CEA)
Eine angeborene, erbliche Fehlentwicklung von Aderhaut und Netzhaut, vor allem bei Hütehunden. Reicht von mild (symptomlos) bis zur Erblindung.
Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus)
Überproduktion von Cortisol, meist durch einen Tumor an Hirnanhangs- oder Nebenniere. Häufig bei älteren Hunden.
Cystinurie / Harnsteine
Erbliche Störung der Nierenrückresorption von Cystin, die zu Harnsteinen führt. Steine können die Harnwege verlegen — bei Rüden ein Notfall.
Degenerative Myelopathie (DM)
Fortschreitende, unheilbare Degeneration des Rückenmarks im höheren Alter. Beginnt mit Schwäche der Hinterhand und führt langsam zur Lähmung. Schmerzlos.
Dermatomyositis
Erbliche Entzündung von Haut und Muskulatur, v. a. bei Collie- und Sheltie-Verwandten. Zeigt sich früh mit Hautveränderungen an Gesicht und Pfoten.
Dermoidzyste (Dermoid Sinus)
Angeborener, schlauchartiger Hautkanal entlang der Rückenlinie (typisch Rhodesian Ridgeback), der sich entzünden oder bis zum Rückenmark reichen kann.
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Gestörter Zuckerstoffwechsel durch Insulinmangel oder -resistenz. Erfordert konsequentes Management.
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
Herzmuskelerkrankung mit erweitertem, schwächer pumpendem Herzen. Häufig bei großen Rassen, teils erblich.
Dry-Eye-Curly-Coat-Syndrom
Erbliches Syndrom (Cavalier King Charles Spaniel) mit trockenen Augen und lockig-schuppigem Fell sowie Pfotenproblemen.
Ellbogendysplasie (ED)
Sammelbegriff für mehrere erbliche Entwicklungsstörungen des Ellbogengelenks (z. B. FPC, IPA, OCD). Führt zu Lahmheit der Vordergliedmaße und früher Arthrose.
Entropium / Ektropium
Fehlstellung des Augenlids: nach innen gerollt (Entropium, Wimpern reiben auf der Hornhaut) oder nach außen (Ektropium). Verursacht Reizung und Entzündungen.
Epilepsie
Wiederkehrende Krampfanfälle, oft erblich (idiopathisch). Meist gut medikamentös einstellbar.
Episodisches Fallsyndrom / Scottie-Cramp
Erbliche, anfallsartige Bewegungsstörung mit Muskelverkrampfung/Kollaps bei Aufregung oder Belastung — bei erhaltenem Bewusstsein (kein epileptischer Anfall).
Equines Asthma (RAO/Dämpfigkeit)
Chronische, allergisch-entzündliche Atemwegserkrankung des Pferdes (früher „Dämpfigkeit“) durch Staub/Schimmel in Heu und Stall.
Equines Metabolisches Syndrom (EMS)
Stoffwechselstörung mit Insulinresistenz und Fetteinlagerungen, die das Risiko für Hufrehe stark erhöht. Häufig bei robusten Rassen und Ponys.
Erbliche Gerinnungsstörung (Hämophilie)
Erblicher Mangel an Gerinnungsfaktoren (z. B. Hämophilie B) mit verlängerten, teils lebensbedrohlichen Blutungen.
Erbliche Myopathie
Erbliche Muskelerkrankung mit Schwäche und rascher Ermüdung, z. B. zentronukleäre Myopathie (Labrador) oder Devon-Rex-Myopathie.
Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD)
Sammelbegriff für Erkrankungen von Blase/Harnröhre der Katze (Entzündung, Kristalle, Stress). Ein Harnröhrenverschluss beim Kater ist ein Notfall.
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Die Bauchspeicheldrüse bildet zu wenig Verdauungsenzyme, sodass Futter nicht verwertet wird. Häufig beim Deutschen Schäferhund.
Familiäre Nephropathie
Erbliche Nierenerkrankung mit fortschreitendem Funktionsverlust bereits im jungen Alter (z. B. Cocker Spaniel).
Fanconi-Syndrom
Störung der Nierenrückresorption (typisch Basenji), bei der Zucker, Aminosäuren und Elektrolyte im Urin verloren gehen.
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
Schwere Erkrankung durch ein mutiertes Coronavirus, v. a. bei jungen Katzen. Früher fast immer tödlich, heute mit antiviraler Therapie oft behandelbar.
Felines Asthma
Allergisch-entzündliche Verengung der unteren Atemwege bei Katzen mit anfallsartiger Atemnot und Husten.
Flachbrust-Syndrom (Kitten)
Abflachung des Brustkorbs bei Kitten in den ersten Lebenswochen, die die Atmung beeinträchtigen kann. Oft mit Rasse-/Wurfhäufung.
Flohbefall
Flöhe sind flügellose, springende Insekten, die sich vom Blut ernähren und sich rasant in der Umgebung vermehren. Sie verursachen Juckreiz, können Allergien auslösen und Bandwürmer übertragen.
Flohspeichelallergie (FAD)
Eine allergische Reaktion auf Flohspeichel — schon einzelne Flohbisse lösen heftigen Juckreiz aus. Typisch saisonal verstärkt in der warmen Flohsaison.
Fucosidose
Erbliche Speicherkrankheit (English Springer Spaniel) mit fortschreitendem Abbau des Nervensystems im jungen Erwachsenenalter.
Futtermittelallergie
Eine überschießende Immunreaktion auf bestimmte Futterbestandteile (häufig tierische Proteine). Zeigt sich ganzjährig, unabhängig von der Saison, vor allem über Haut und Verdauung.
Gebärmuttervereiterung (Pyometra)
Eitrige Gebärmutterentzündung unkastrierter Hündinnen/Katzen, meist einige Wochen nach der Läufigkeit. Lebensbedrohlich.
Giftköder
Ausgelegte Giftköder (z. B. mit Rattengift, Frostschutzmittel, Schneckenkorn oder eingebauten Nägeln/Klingen) sind ein akuter Notfall. Symptome hängen vom Gift ab und können verzögert auftreten.
Glykogenspeicherkrankheit
Erblicher Enzymdefekt mit Anhäufung von Glykogen in Organen/Muskeln. Führt je nach Typ zu Muskelschwäche, Leber- oder Nervenschäden.
Haarballen (Trichobezoare)
Verschluckte Haare sammeln sich im Magen und werden als Haarballen hochgewürgt. Bei langhaarigen Katzen häufig; selten drohen Verstopfungen.
HERDA (Hautfragilität)
Erbliche Bindegewebsschwäche der Haut (Quarter-Horse-Linien): Die Haut reißt und löst sich schon bei geringer Belastung.
Histiozytäres Sarkom
Aggressiver Tumor der Fresszellen (Histiozyten), rassetypisch gehäuft bei Berner Sennenhund, Rottweiler und Flat-Coated Retriever.
Hitzschlag
Lebensbedrohliche Überhitzung des Körpers, z. B. im aufgeheizten Auto oder bei Belastung in der Hitze. Kurznasige Rassen besonders gefährdet.
Hornhautgeschwür / Augenverletzung
Verletzung/Defekt der Hornhaut; bei kurznasigen Rassen auch Vorfall des Augapfels (Proptosis) möglich. Akuter, schmerzhafter Notfall.
Hufrehe (Laminitis)
Schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, oft durch Stoffwechsel (EMS/Cushing) oder Überfütterung. Kann zur Hufbeinrotation führen.
Hüftdysplasie (HD)
Eine erbliche Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Gelenkkopf und Pfanne nicht exakt zusammenpassen. Führt zu Lockerheit, Fehlbelastung und früher Arthrose. Besonders häufig bei großen Rassen.
Hydrocephalus (Wasserkopf)
Erweiterung der Hirnkammern durch gestörten Abfluss der Hirnflüssigkeit, mit Druck auf das Gehirn. Häufig bei kleinen/brachyzephalen Rassen.
Hyperkaliämische periodische Paralyse (HYPP)
Erbliche Muskelerkrankung (Quarter-Horse-Linien) mit anfallsartigem Muskelzittern und Lähmungen durch Kaliumschwankungen.
Hyperlipidämie / Hyperlipämie
Stark erhöhte Blutfette. Bei Ponys/Eseln (Hyperlipämie) ein akuter Notfall, oft ausgelöst durch Futtermangel/Stress bei Übergewicht.
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Häufigste Herzerkrankung der Katze mit verdickter Herzwand. Risiko für Thrombosen und plötzlichen Tod; oft lange symptomlos.
Hyperurikosurie (HUU)
Erblich erhöhte Harnsäureausscheidung, die zu Urat-Harnsteinen führt. Steine können die Harnwege verlegen — bei Rüden ein Notfall.
Hypoglykämie (Unterzuckerung)
Zu niedriger Blutzucker, v. a. bei Toy-Welpen mit geringen Reserven. Kann rasch zu Schwäche, Krämpfen und Kollaps führen.
Hypokaliämische Polymyopathie
Muskelschwäche durch niedrigen Blutkaliumspiegel, bei Burma-Katzen auch erblich. Typisch ist die schwache, gesenkte Kopfhaltung.
Katarakt (Grauer Star)
Eine Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen bis zur Erblindung mindert. Kann erblich, altersbedingt oder Folge von Diabetes sein.
Katzen-AIDS (FIV)
Virus, das das Immunsystem schwächt; Übertragung v. a. durch Bissverletzungen unter Katern. Infizierte Katzen können bei guter Pflege lange leben.
Katzenleukämie (FeLV)
Virusinfektion, die das Immunsystem schwächt und Tumoren/Blutarmut begünstigt. Übertragung v. a. über Speichel (Freigänger). Impfbar.
Katzenschnupfen
Komplex aus Herpes-/Caliciviren und Bakterien mit Befall von Augen und oberen Atemwegen. Kann chronisch werden. Impfbar (Kernimpfung).
Katzenseuche (Panleukopenie)
Hochansteckende, oft tödliche Parvovirus-Erkrankung der Katze. Impfbar (Kernimpfung).
Keilwirbel (Hemivertebrae)
Angeborene, keilförmige Fehlbildung von Wirbeln (typisch bei Ringelrutenrassen). Kann das Rückenmark einengen und neurologische Ausfälle verursachen.
Kolik (Pferd)
Sammelbegriff für Bauchschmerzen beim Pferd, von harmlos bis lebensbedrohlich (z. B. Darmverschlingung). Immer ernst nehmen.
Kraniomandibuläre Osteopathie (CMO)
Schmerzhafte, nicht-tumoröse Knochenwucherung an Unterkiefer und Schädel bei jungen Terriern. Wächst meist bis zum Abschluss des Knochenwachstums und bildet sich oft zurück.
Kreuzbandriss
Riss des vorderen Kreuzbands im Knie, oft durch chronische Degeneration. Eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen des Hundes.
L-2-Hydroxyglutarazidurie (L2HGA)
Erbliche Stoffwechselstörung mit Anhäufung einer schädlichen Säure im Nervensystem (Staffordshire Bull Terrier). Verursacht Krämpfe und Verhaltensänderungen.
Lavender Foal Syndrome
Erbliche, tödliche Erkrankung (Vollblutaraber) mit verdünnter Fellfarbe und schweren neurologischen Störungen direkt nach der Geburt.
Legg-Calvé-Perthes-Krankheit
Durchblutungsstörung des Hüftkopfes bei jungen kleinen Rassen, die zum Absterben und Zusammenbruch des Knochens führt. Sehr schmerzhaft.
Leishmaniose
Durch Sandmücken übertragene Parasitenerkrankung, verbreitet im Mittelmeerraum. Wichtig für Reisen und Importhunde. Nicht heilbar, aber behandelbar.
Leptospirose
Bakterielle Infektion über kontaminiertes Wasser/Nagerurin, die Leber und Nieren schädigt. Auf den Menschen übertragbar (Zoonose). Impfbar.
Lymphödem
Gestörter Lymphabfluss mit Schwellung der Gliedmaßen. Bei Kaltblütern (CPL) fortschreitend mit Hautfalten und Infektionen.
Lymphom (Lymphdrüsenkrebs)
Bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, eine der häufigsten Krebsarten bei Hund und Katze. Spricht oft gut auf Chemotherapie an.
Magendrehung (GDV)
Lebensbedrohlicher Notfall: Der Magen bläht sich auf und dreht sich um die eigene Achse, schnürt Blutgefäße ab. Ohne sofortige OP meist tödlich. Vor allem große Rassen mit tiefem Brustkorb.
Magengeschwüre (EGUS)
Geschwüre der Magenschleimhaut beim Pferd, häufig durch Stress, wenig Raufutter und intensives Training.
Maligne Hyperthermie
Erbliche Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Narkosemitteln/Stress mit lebensbedrohlichem Temperatur- und Stoffwechselanstieg.
Mastzelltumor
Häufigster bösartiger Hauttumor des Hundes mit sehr variablem Verhalten. Kann durch Botenstoff-Ausschüttung Schwellung und Magengeschwüre verursachen.
MDR1-Gendefekt
Erblicher Defekt eines Transportproteins, der zu gefährlicher Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten (z. B. einigen Entwurmern, Narkosemitteln) führt. Häufig bei Hütehunden.
Megaösophagus
Erweiterte, kraftlose Speiseröhre, die Futter nicht mehr transportiert. Futter staut sich und wird hochgewürgt; hohes Risiko für Lungenentzündung.
Melanom
Tumor der pigmentbildenden Zellen. Bei Schimmeln sehr häufig (meist gutartig-langsam), im Hundemaul dagegen oft bösartig.
Mitralklappenerkrankung (MVD)
Häufigste Herzerkrankung kleiner Rassen: Degeneration der Mitralklappe mit undichtem Verschluss, die langfristig zu Herzschwäche führt.
Mops-Enzephalitis (nekrotisierende Enzephalitis)
Erbliche, entzündliche Gehirnerkrankung kleiner Rassen (Mops u. a.) mit rasch fortschreitenden neurologischen Ausfällen.
Narkose-Überempfindlichkeit
Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln, vor allem bei Windhunden (geringer Körperfettanteil, langsamer Medikamentenabbau).
Ohrentzündung (Otitis)
Entzündung des Gehörgangs, häufig bei Schlappohren oder als Folge von Allergien. Oft wiederkehrend.
Okzipitoatlantoaxiale Fehlbildung (OAAM)
Erbliche Fehlbildung der obersten Halswirbel (Araber), die das Rückenmark einengt und zu neurologischen Ausfällen beim Fohlen führt.
Osteochondrose (OCD)
Störung der Knorpel-Knochen-Reifung im Wachstum; ein Knorpelstück kann sich ablösen. Betrifft Schulter, Ellbogen, Knie oder Sprunggelenk.
Osteosarkom (Knochenkrebs)
Bösartiger Knochentumor, der vor allem bei großen und Riesenrassen auftritt. Sehr schmerzhaft und früh metastasierend (v. a. Lunge).
Parvovirose (Katzenseuche/Hundeseuche)
Hochansteckende, oft tödliche Virusinfektion des Magen-Darm-Trakts, v. a. bei ungeimpften Welpen. Impfbar (Kernimpfung).
Patellaluxation
Die Kniescheibe (Patella) springt aus ihrer Führungsrinne. Häufig bei kleinen Rassen, oft erblich. Grade 1–4 je nach Schweregrad.
Pfotenverbrennung durch heißen Asphalt
Im Sommer heizt sich Asphalt in der Sonne auf weit über 50 °C auf und kann die empfindlichen Pfotenballen innerhalb von Sekunden verbrennen. Eine typische, gut vermeidbare Sommergefahr.
Phosphofructokinase-Mangel (PFK)
Erblicher Enzymdefekt (Spaniel/Windhunde) mit Zerfall roter Blutkörperchen und Muskelschwäche, oft nach Belastung/Hecheln.
Polyneuropathie
Erkrankung mehrerer peripherer Nerven mit fortschreitender Schwäche und Muskelabbau, u. a. erblich beim Leonberger.
Polysaccharid-Speichermyopathie (PSSM)
Erbliche Muskelstoffwechselstörung mit abnormer Zuckereinlagerung in der Muskulatur. Führt zu Muskelsteife und Kreuzverschlag, v. a. bei Quarter Horses und Kaltblütern.
Portosystemischer Shunt (Lebershunt)
Eine Gefäßfehlverbindung, die Blut an der Leber vorbeileitet, sodass Giftstoffe nicht entgiftet werden. Führt zu neurologischen und Wachstumsstörungen.
Primäre Linsenluxation (PLL)
Erbliche Verlagerung der Augenlinse durch geschwächte Aufhängefasern. Ein augenärztlicher Notfall, da rasch ein schmerzhaftes Glaukom entstehen kann.
Primäre Ziliäre Dyskinesie (PCD)
Erblicher Defekt der Flimmerhärchen, sodass Schleim aus den Atemwegen nicht abtransportiert wird. Führt zu wiederkehrenden Atemwegsinfekten ab dem Welpenalter.
Progressive Retinaatrophie (PRA)
Eine erbliche, fortschreitende Degeneration der Netzhaut, die unaufhaltsam zur Erblindung führt. Beginnt meist mit Nachtblindheit. Schmerzlos, aber nicht heilbar.
Pyruvatkinase-Defizienz (PK)
Erblicher Enzymdefekt der roten Blutkörperchen, der zu deren vorzeitigem Abbau und damit zu chronischer Blutarmut (Anämie) führt.
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, sehr häufig bei älteren Katzen. Beschleunigt den Stoffwechsel stark.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Zu geringe Produktion von Schilddrüsenhormonen, verlangsamt den Stoffwechsel. Häufig bei mittelgroßen/großen Hunden mittleren Alters.
Schwerer kombinierter Immundefekt (SCID)
Erblicher, schwerer Immundefekt (Araber-Linien): Fohlen können keine funktionierende Immunabwehr bilden und sterben früh an Infektionen.
Sebadenitis
Erbliche Entzündung der Talgdrüsen mit deren Zerstörung. Führt zu Schuppen, Haarausfall und stumpfem Fell, u. a. beim Pudel.
Sehnenverletzung
Überlastung/Riss von Beugesehnen (v. a. oberflächliche Beugesehne) beim Sport-/Freizeitpferd. Heilung ist langwierig.
Spat (Sprunggelenksarthrose)
Arthrose der kleinen Sprunggelenke des Pferdes mit Lahmheit, oft belastungs-/nutzungsbedingt.
Spinale Muskelatrophie (SMA)
Erblicher Untergang der Bewegungsnervenzellen im Rückenmark mit fortschreitender Muskelschwäche und -schwund, meist früh beginnend.
Spondylose
Knöcherne Brückenbildung zwischen Wirbelkörpern, oft altersbedingt. Häufig Zufallsbefund, kann aber Steifheit verursachen.
Spulwürmer (Endoparasiten)
Spulwürmer sind die häufigsten Darmparasiten bei Hund und Katze. Sie werden über Kot, Muttermilch oder Beutetiere übertragen und können auf den Menschen übergehen (Zoonose). Welpen und Kitten sind besonders gefährdet.
Staupe
Schwere Virusinfektion mit Befall von Atemwegen, Magen-Darm und Nervensystem. Impfbar (Kernimpfung).
Streusalz-Reizung (Winter)
Im Winter reizt Streusalz die Pfotenballen und Zwischenzehenhaut und kann beim Ablecken Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Typische Kälte-/Wintergefahr für Stadthunde.
Subaortenstenose (SAS)
Angeborene Verengung unterhalb der Aortenklappe, die das Herz stark belastet. Häufig bei großen Rassen; kann zu Ohnmacht und plötzlichem Tod führen.
Syringomyelie (SM)
Flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Rückenmark, meist durch zu kleinen Schädel (Chiari-artig). Verursacht starke Schmerzen, v. a. beim Cavalier King Charles Spaniel.
Taubheit (angeboren)
Angeborene Taubheit, oft mit weißer Fellfarbe / Merle-Faktor verknüpft. Kann ein- oder beidseitig sein. Betroffene Tiere sind gut haltbar.
Tollwut
Tödliche, auf den Menschen übertragbare Viruserkrankung des Nervensystems. In vielen Ländern Pflichtimpfung; für Reisen erforderlich.
Trachealkollaps
Abflachen der Luftröhre durch geschwächte Knorpelspangen, vor allem bei kleinen Rassen. Verursacht typischen, hupenden Husten.
Trockenes Auge (KCS)
Verminderte Tränenproduktion führt zu chronisch trockenem, entzündetem Auge mit zähem Schleim. Unbehandelt drohen Hornhautschäden.
Übergewicht (Adipositas)
Sehr häufiges, vermeidbares Problem, das Gelenke, Herz, Stoffwechsel belastet und die Lebenserwartung verkürzt.
Vergiftung
Aufnahme giftiger Substanzen (Schokolade, Xylit, Weintrauben, Rattengift, Schneckenkorn, Frostschutz, bestimmte Pflanzen). Schnelles Handeln entscheidet.
Von-Willebrand-Krankheit (vWD)
Häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung des Hundes durch Mangel/Defekt des von-Willebrand-Faktors. Führt zu verlängerten Blutungen.
Vorfall der Nickhautdrüse (Cherry Eye)
Vorfall der Tränendrüse des dritten Augenlids als rote, kirschartige Schwellung im inneren Augenwinkel. Sollte rückverlagert, nicht entfernt werden.
Wobbler-Syndrom
Kompression des Rückenmarks im Halsbereich, die einen schwankenden, unsicheren Gang verursacht. Häufig bei großen Rassen wie Dobermann und Dänische Dogge.
Zahnerkrankungen (Zahnstein/FORL/Parodontitis)
Sehr häufig: Zahnstein, Zahnfleischentzündung und (bei Katzen) schmerzhafte FORL. Beeinträchtigt Fressen und Allgemeinbefinden.
Zeckenbefall
Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die sich in der Haut festbeißen und beim Saugen gefährliche Krankheitserreger übertragen können (Borreliose, Babesiose, Anaplasmose, FSME). Aktiv vor allem von Frühling bis Herbst, zunehmend aber ganzjährig.
Zerebelläre Ataxie / Abiotrophie
Erblicher Untergang von Kleinhirnzellen mit fortschreitenden Koordinationsstörungen. Beginn je nach Form im Welpen- oder Erwachsenenalter.
Zinkmangel-Dermatose
Hauterkrankung durch gestörten Zinkstoffwechsel/-mangel, typisch bei nordischen Rassen. Zeigt Krusten und Schuppen um Augen, Maul und Pfoten.
Zwingerhusten
Hochansteckende Atemwegsinfektion (u. a. Bordetella, Parainfluenza). Meist mild, kann bei Welpen/alten Hunden ernster verlaufen. Wichtig vor Pension/Hundeschule.
Diese Informationen dienen der Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen kontaktiere bitte deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
