Krankheitslexikon
Zeckenbefall
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Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die sich in der Haut festbeißen und beim Saugen gefährliche Krankheitserreger übertragen können (Borreliose, Babesiose, Anaplasmose, FSME). Aktiv vor allem von Frühling bis Herbst, zunehmend aber ganzjährig.
Symptome
- Tastbare Zecke in der Haut, oft an Kopf, Ohren, Hals, Achseln
- Rötung, Schwellung oder kleine Kruste an der Bissstelle
- Kratzen oder Lecken an der Stelle
- Mögliche Spätfolgen durch Erreger (Fieber, Mattigkeit, Lahmheit)
Ursachen
- Kontakt mit Zecken in Wiesen, Gebüsch und Wald
- Fehlende oder abgelaufene Zeckenprophylaxe
Diagnose
- Absuchen des Fells nach jedem Spaziergang
- Bei Krankheitszeichen Blutuntersuchung auf übertragene Erreger
Behandlung
- Zecke mit Zeckenzange/-haken nah an der Haut fassen und gerade herausziehen
- Kein Öl, Klebstoff oder Quetschen — das erhöht das Übertragungsrisiko
- Bissstelle beobachten; bei Rötung/Entzündung oder Krankheitszeichen zum Tierarzt
Vorbeugen
- Zeckenschutz (Spot-on, Halsband oder Tablette) saisonal/ganzjährig
- Nach jedem Ausflug gründlich absuchen und Zecken früh entfernen
- Borreliose-Impfung für exponierte Hunde erwägen
Wann zum Tierarzt
- Fieber, Mattigkeit, Lahmheit oder blasse Schleimhäute nach Zeckenbiss
- Stark entzündete Bissstelle oder tief sitzender Zeckenkopf
Vertiefen im Lernbereich
Weitere Einträge: Parasiten
Diese Informationen dienen der Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Krankheitsanzeichen kontaktiere bitte deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
